CMD & Schienentherapie

Kiefer und Muskeln entspannen
CMD-Behandlung und Schienentherapie in Blankenburg

Wachen Sie morgens mit einem angespannten Kiefer auf? Leiden Sie unter Kopfschmerzen, Nackenverspannungen oder einem Knacken im Kiefergelenk?

Oft liegt die Ursache im Kausystem: Zähne und Kiefergelenke harmonieren nicht mehr optimal. Ob unbewusstes Zähneknirschen (Bruxismus) oder eine Fehlregulation des Kiefergelenks (CMD, Craniomandibuläre Dysfunktion): Mit einer maßgefertigten Aufbissschiene entlasten wir Ihre Muskeln und Gelenke gezielt.

Möchten Sie Ihre Kieferbeschwerden lindern?

Vereinbaren Sie Ihren Termin in unserer Praxis in Blankenburg:

Kurz & knapp
Das Wichtigste zur Schienentherapie auf einen Blick

Eine Aufbissschiene aus Kunststoff entlastet Kiefergelenke und Kaumuskulatur. Sie gleicht Fehlbelastungen im Kausystem aus, stoppt Zahnabrieb und lindert Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich.

  • Präzise Diagnostik: Wir untersuchen Kiefergelenke, Muskeln und Druckpunkte gründlich, um die genaue Ursache Ihrer Beschwerden zu finden. 
  • Gezielte Entlastung: Eine maßgefertigte Aufbissschiene schützt die Zähne vor Abrieb und entlastet das Kiefergelenk. 
  • Muskeln entspannen: Die Schiene verändert die Position von Ober- und Unterkiefer minimal und hilft so den verkrampften Muskeln, sich zu lockern.
  • Schutz für Zahnersatz: Kronen, Brücken oder Implantate bleiben durch die Schiene vor den Folgen des Knirschens geschützt.

Sie tragen die Schiene in der Regel nachts. Viele Patienten spüren bereits nach den ersten Nächten eine Erleichterung.

„Viele Patienten kommen zu uns, weil sie unter morgendlichen Kieferschmerzen oder hartnäckigen Nackenverspannungen leiden. Uns ist es wichtig, die Ursache genau abzuklären. Mit einer individuell angepassten Schienentherapie können wir das gesamte Kausystem oft spürbar beruhigen und den Betroffenen viel Lebensqualität zurückgeben.“

– Dr. Louisa Röhl, Zahnärztin und Praxisinhaberin

Wir unterscheiden
Was ist der Unterschied zwischen Bruxismus und CMD?

Zähneknirschen und Kieferbeschwerden hängen oft zusammen, sind aber medizinisch zwei verschiedene Dinge. Für eine erfolgreiche Behandlung müssen wir genau unterscheiden:

  • Bruxismus (Zähneknirschen): Das ist das unbewusste, meist nächtliche Reiben oder Pressen der Zähne. Es schädigt vor allem die Zahnsubstanz und überfordert die Muskeln. Bruxismus kann eine CMD auslösen, kommt aber auch eigenständig vor.
  • CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion): Das ist eine echte Fehlregulation des Kausystems. Zähne, Kiefergelenke und Kaumuskulatur harmonieren nicht mehr richtig. Hier sind nicht nur die Zähne betroffen, sondern der ganze Körper reagiert: Gelenkknacken, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Schwindel oder Nackenverspannungen entstehen.

Die wichtigste Unterscheidung: Nicht jeder, der nachts knirscht, hat eine CMD. Aber: Auch reiner Bruxismus schadet auf lange Sicht Ihren Zähnen und den Muskeln. Deshalb sollten Sie sich in beiden Fällen untersuchen lassen.

Auswirkungen & Folgen
Welche Auswirkungen haben Kiefergelenksbeschwerden auf den Körper?

Unser Kausystem ist präzise abgestimmt. Wenn Zähne von Ober- und Unterkiefer nicht perfekt passen, entsteht dauerhaft Fehlbelastung. Das wirkt sich auf den ganzen Körper aus:

  • Verschleiß im Mund: Die Zähne reiben unter hohem Druck aufeinander. Die Zahnsubstanz wird flachgeschliffen, die Zähne werden temperaturempfindlich. Auch teurer Zahnersatz wie Kronen oder Implantate können durch die Überlastung Schaden nehmen.
  • Kopfschmerzen: Die Kaumuskeln gehören zu den stärksten des Körpers. Wenn sie nachts dauerhaft verkrampfen, übersäuert das Gewebe. Am Morgen spüren Sie das als dumpfen, drückenden Kopfschmerz, oft verbunden mit einer schmerzhaften Kieferklemme.
  • Spannung im Nacken: Die Kiefermuskeln sind direkt mit den Haltebändern der oberen Halswirbelsäule verbunden. Ist der Kiefer angespannt, zieht sich diese Blockade weiter nach unten. Die Folge sind chronische Nackensteifheit und hartnäckige Schulterverspannungen.
  • Symptome im ganzen Körper: Der Körper versucht, die Schieflage des Kiefers über die Wirbelsäule auszugleichen. Das kann zu Schwindel, Ohrensausen (Tinnitus), unerklärlichen Rückenschmerzen oder Schlafproblemen führen.
Kommt Ihnen eines oder mehrere Symptome bekannt vor?

Vereinbaren Sie einen Termin, gemeinsam finden wir heraus, was dahinter steckt:

Behandlung
Wie läuft die Kiefergelenkstherapie ab?

Eine erfolgreiche Kiefergelenkstherapie erfordert ein strukturiertes Vorgehen. Wir stimmen jeden Behandlungsschritt individuell auf Ihre Beschwerden ab:  

  • Schritt 1:
    Das Erstgespräch
    Wir sprechen ausführlich über Ihre Symptome und mögliche Auslöser, etwa anhaltenden Stress, Schlafposition oder nächtliches Knirschen.
  • Schritt 2:
    Die manuelle Untersuchung
    Wir tasten Ihre Kaumuskulatur gründlich ab. So prüfen wir die Bewegung der Kiefergelenke, finden schmerzhafte Druckpunkte und Einschränkungen in der Funktion.
  • Schritt 3:
    Der Biss-Check
    Wir untersuchen, ob Ihre Zähne optimal aufeinander passen. Kleine Störstellen beim Zusammenbeißen können wir oft sofort sanft durch Einschleifen korrigieren.
  • Schritt 4:
    Der digitale 3D-Scan
    Liegt die Ursache tiefer, benötigen wir ein exaktes Abbild Ihrer Zahnreihen. Diesen erstellen wir wahlweise herkömmlich mit Abdrucklöffel und Silikonmasse oder digital. Beim digitalen 3D-Scan fahren wir mit einer kleinen Kamera einmal nahezu berührungslos um Ihre Zähne herum. Dieses Verfahren eignet sich besonders für Menschen, die beim klassischen Zahnabdruck mit einem starken Würgereiz reagieren.
  • Schritt 5:
    Die maßgefertigte Schiene
    Auf Basis dieser Daten fertigt das Labor eine individuell angepasste Aufbissschiene. Sie tragen sie in der Regel nachts und entlasten damit gezielt Ihre Gelenke und Muskeln.

CMD und Zahnfehlstellung?
In diesen Fällen kann auch Erwachsenen in vielen Fällen eine Zahnkorrektur durch unsichtbare Schienen helfen. Mehr dazu hier:

Aligner-Behandlung in Blankenburg

Kosten
Was kostet eine CMD-Behandlung?

Die Kosten für eine CMD-Therapie hängen von Ihrer Diagnose und dem Behandlungsumfang ab.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel nur einen Teil der Leistungen – etwa anteilig für eine Aufbissschiene oder begleitende Physiotherapie. Private Krankenversicherungen und Zahnzusatzversicherungen bieten oft eine umfassendere Kostenerstattung.

Wir erstellen Ihnen vor der Behandlung einen transparenten Kostenvoranschlag. So wissen Sie genau, welcher Anteil von der Kasse übernommen wird und wie hoch Ihr Eigenanteil ist. Gerne unterstützen wir Sie bei der Kommunikation mit Ihrer Versicherung.

FAQ
Häufige Fragen zu CMD und Schienentherapie

Wie lange muss ich die Schiene tragen?

Das hängt von Ihrer Ausgangssituation ab. Viele Patienten spüren schnell Erleichterung und tragen die Schiene dann dauerhaft nachts. Andere brauchen sie nur über einen begrenzten Zeitraum oder in stressigen Phasen. Das besprechen wir nach den ersten Wochen gemeinsam mit Ihnen.

Kann die Schiene meine Zähne verschieben?

Nein. Eine Aufbissschiene für CMD ist passiv: sie wirkt nur entlastend, nicht aktiv verschiebend. Anders als bei Aligner-Behandlungen bewegt die Schiene Ihre Zähne nicht.

Funktioniert die Schiene sofort?

Viele Patienten spüren bereits in den ersten Nächten eine Erleichterung. Manche brauchen ein bis zwei Wochen, bis sich die volle Wirkung zeigt. Wir passen die Schiene bei Bedarf nach, damit sie optimal sitzt.

Bei extremen Verspannungen kann auch eine begleitende Physiotherapie sinnvoll sein. Das besprechen wir individuell mit Ihnen.

Kann ich die Schiene auch tagsüber tragen?

Ja, das ist möglich, etwa wenn Sie tagsüber stark knirschen oder pressen. Besprechen Sie das mit uns, dann passen wir die Schiene entsprechend an.

Sie leiden unter Kieferbeschwerden oder Kopfschmerzen und möchten wissen, ob eine Schienentherapie für Sie hilft?

Wir untersuchen Ihre Situation gründlich und beraten Sie zu allen Optionen: